Diplomierte Gesundheits- und Krankenppflegerin
Krankenpflegeschule – Wels
Für mich ist Pflege ohne Kinaesthetics unvorstellbar. Kinaesthetics ist keine Methode oder Technik – es ist eine Lebenseinstellung, die meinen gesamten beruflichen Alltag prägt.
Bereits in meinen Anfängen als Diplomierte Gesundheits- und Krankenpflegerin hat mich Kinaesthetics fasziniert. Im Umgang mit Menschen, deren Lebensqualität erhalten oder gefördert werden soll, hat sich diese Haltung als besonders wertvoll erwiesen.
Der entscheidende Unterschied liegt in der Frage: Bewege ich Menschen oder unterstütze ich sie dabei, sich selbst zu bewegen? Jede noch so kleine Unterstützung beeinflusst die Bewegungsfähigkeit eines Menschen. Sie kann zu mehr Selbstständigkeit oder Abhängigkeit führen. Wenn ich es Menschen ermögliche, ihre Bewegungen selbst zu steuern, werden sie aktiv in den Prozess eingebunden.
Ich unterstütze beispielsweise alltägliche Aktivitäten wie Aufstehen, Aufsitzen oder das Umdrehen im Bett auf eine Weise, die Selbstwirksamkeit fördert. Die Patienten gestalten ihre Bewegungen aktiv mit und können ihre Selbstständigkeit erhalten, fördern oder wiedererlangen.
Mit wenig Aufwand gelingt es mir, meine Patienten zu unterstützen, und es erfüllt mich mit Freude zu sehen, wie aktiv sie werden.
Es ist ein Geschenk, diesen Weg gemeinsam zu gehen und dabei zu erleben, wie Kinaesthetics sowohl das Leben der Patienten als auch mein eigenes bereichert.
Kinaesthetics in der Pflege – Weniger Aufwand – Mehr Lebensqualität